|
GABOT, 06.02.2010 - 06:20 Uhr
Energie
„Mit der letzten Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat die Politik ein gutes Händchen bewiesen“, betont der Geschäftsführer des Fachverband Biogas e.V., Dr. Claudius da Costa Gomez. „Es ist nach wie vor die Basis für den Ausbau der Biogas- Branche und den Erhalt der mehr als 11.000 Arbeitsplätze.“ Vor allem für die Firmen sind stabile Rahmenbedingungen das Fundament ihres Handelns. Sie haben ihre qualifizierten Mitarbeiter über viele Jahre selbst ausgebildet und bauen nun auf einen konstanten Markt, um von diesem Know-how zu profitieren. Auch die Forschung und Entwicklung mit daraus resultierenden Effizienzsteigerungen und neuen Technologien steht in direktem Zusammenhang mit einer sicheren und dauerhaften gesetzlichen Basis. Daher ist es essentiell wichtig, die Biogasvergütungen des EEG 2009 zu erhalten. Die Ankündigung im Koalitionsvertrag, die nächste EEG-Novelle um ein Jahr auf 1. Januar 2012 vorzuziehen, bringt wieder Verunsicherung in die Biogas-Branche.
Nur mit einem starken Inlandsmarkt und gesunden Biogasfirmen ist das Ziel der Bundesregierung bis zum Jahr 2020, 6 Mrd. Kubikmeter Biogas ins Erdgasnetz einzuspeisen, zu erreichen. Aktuell stammen nur 163 Mio. Kubikmeter (2,7%) aus Biogasanlagen. Derzeit werden Biogaseinspeiseanlagen überwiegend von großen Gasversorgern und deren Tochterunternehmen realisiert. Unabhängige Biogaseinspeiseprojekte sind trotz der theoretisch guten Rahmenbedingungen der Gasnetzzugangsverordnung schwierig zu realisieren. Um die Potenzial- und Markterschließung der Gaseinspeisung auch für mittelgroße dezentrale Biogasanlagen zu ermöglichen, fordert der Fachverband Biogas ein Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz (EGE), das in Anlehnung an das EEG eine verlässliche Einspeisevergütung für Biogas festschreibt. Damit könnte jeder Betreiber die sinnvollste Verwertung seines Biogases selbst wählen: die Vor-Ort- Verstromung mit Wärmenutzungskonzept oder die Einspeisung in das Erdgasnetz.
Diese standortangepasste Option könnte die Effizienz der Biogasnutzung erheblich steigern. Wo auch dezentrale Biogasanlagen ihren Verwertungspfad frei wählen können, werden Großanlagen mit hohem Verkehrsaufkommen überflüssig. Die Gülle würde direkt am Ort des Entstehens verwertet. „Die Vergärung von Gülle in Biogasanlagen sollte für die Landwirtschaft zum Standard werden“, fordert der Präsident des Fachverband Biogas e.V., Josef Pellmeyer – selbst Landwirt und Betreiber von zwei Biogasanlagen.
Die Vergärung von Gülle in Biogasanlagen vermeidet einerseits die Methan-Emissionen aus der offenen Güllelagerung. Andererseits sind die Nährstoffe im Gärprodukt besser pflanzenverfügbar und ersetzen damit Mineraldünger, der mit hohem Energieaufwand hergestellt wird. Für die Landwirtschaft schließt sich mit dem Einsatz von Gülle in der Biogasanlage ein wichtiger Nährstoffkreislauf. Allein durch den Strom und die Wärme aus den 4.500 deutschen Biogasanlagen werden heute die CO2-Emissionen um mehr als 9 Mio. Tonnen pro Jahr reduziert. Die vermiedenen Methan-Emissionen aus Güllebehältern und der Gülleausbringung sind darin noch nicht berücksichtigt.
Für die Landwirtschaft hat der erneute Aufschwung der Biogas-Branche positive Auswirkungen: die Märkte der Nahrungsmittelproduktion werden entlastet, wenn auf den Flächen Energiepflanzen angebaut werden. Außerdem streut eine Ausweitung der Produktionszweige das Risiko und trägt somit zur betrieblichen Existenzsicherung bei. Viele Betriebe konnten bereits Liquiditätslücken über die Biogasanlage schließen und damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung im landwirtschaftlichen Bereich erhalten. Die derzeit für den Anbau von Energiepflanzen im Bereich Biogas genutzten 500.000 Hektar Ackerfläche ließen sich ohne Gefährdung der Nahrungsmittelsicherheit oder des Naturschutzes vervierfachen.
Für das Jahr 2010 erwartet der Fachverband Biogas einen Zubau von 600 bis 800 Biogasanlagen und mindestens 1.000 neue Arbeitsplätze, vor allem in den strukturschwachen ländlichen Räumen. Bis zum Jahr 2020 können mit einem sicheren EEG und einem EGE rund 10.000 weitere Arbeitsplätze hinzukommen. (biogas.org)
Artikel kommentieren l Ihre Meldung auf GABOT l GABOT-News abonnierenEnergie
Fachverband Biogas fordert sichere Rahmenbedingungen
Die 19. Jahrestagung des Fachverband Biogas e.V. übertrifft erneut alle Erwartungen. Über 1.200 Teilnehmer haben sich bis zum Beginn der Tagung am 2. Februar bereits registriert. Und mit mehr als 280 Firmen stellen so viele Unternehmen wie nie zuvor Ihre Produkte und Dienstleistungen auf der begleitenden Biogas-Fachmesse aus. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Branche ihr Tal durchschritten hat. Die Auftragsbücher der meisten Firmen sind voll, neue Arbeitsplätze vor allem in ländlichen Regionen entstehen. Dieser Trend basiert maßgeblich auf dem EEG 2009, das seit dem 1. Januar des vergangenen Jahres in Kraft ist.„Mit der letzten Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat die Politik ein gutes Händchen bewiesen“, betont der Geschäftsführer des Fachverband Biogas e.V., Dr. Claudius da Costa Gomez. „Es ist nach wie vor die Basis für den Ausbau der Biogas- Branche und den Erhalt der mehr als 11.000 Arbeitsplätze.“ Vor allem für die Firmen sind stabile Rahmenbedingungen das Fundament ihres Handelns. Sie haben ihre qualifizierten Mitarbeiter über viele Jahre selbst ausgebildet und bauen nun auf einen konstanten Markt, um von diesem Know-how zu profitieren. Auch die Forschung und Entwicklung mit daraus resultierenden Effizienzsteigerungen und neuen Technologien steht in direktem Zusammenhang mit einer sicheren und dauerhaften gesetzlichen Basis. Daher ist es essentiell wichtig, die Biogasvergütungen des EEG 2009 zu erhalten. Die Ankündigung im Koalitionsvertrag, die nächste EEG-Novelle um ein Jahr auf 1. Januar 2012 vorzuziehen, bringt wieder Verunsicherung in die Biogas-Branche.
Nur mit einem starken Inlandsmarkt und gesunden Biogasfirmen ist das Ziel der Bundesregierung bis zum Jahr 2020, 6 Mrd. Kubikmeter Biogas ins Erdgasnetz einzuspeisen, zu erreichen. Aktuell stammen nur 163 Mio. Kubikmeter (2,7%) aus Biogasanlagen. Derzeit werden Biogaseinspeiseanlagen überwiegend von großen Gasversorgern und deren Tochterunternehmen realisiert. Unabhängige Biogaseinspeiseprojekte sind trotz der theoretisch guten Rahmenbedingungen der Gasnetzzugangsverordnung schwierig zu realisieren. Um die Potenzial- und Markterschließung der Gaseinspeisung auch für mittelgroße dezentrale Biogasanlagen zu ermöglichen, fordert der Fachverband Biogas ein Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz (EGE), das in Anlehnung an das EEG eine verlässliche Einspeisevergütung für Biogas festschreibt. Damit könnte jeder Betreiber die sinnvollste Verwertung seines Biogases selbst wählen: die Vor-Ort- Verstromung mit Wärmenutzungskonzept oder die Einspeisung in das Erdgasnetz.
Diese standortangepasste Option könnte die Effizienz der Biogasnutzung erheblich steigern. Wo auch dezentrale Biogasanlagen ihren Verwertungspfad frei wählen können, werden Großanlagen mit hohem Verkehrsaufkommen überflüssig. Die Gülle würde direkt am Ort des Entstehens verwertet. „Die Vergärung von Gülle in Biogasanlagen sollte für die Landwirtschaft zum Standard werden“, fordert der Präsident des Fachverband Biogas e.V., Josef Pellmeyer – selbst Landwirt und Betreiber von zwei Biogasanlagen.
Die Vergärung von Gülle in Biogasanlagen vermeidet einerseits die Methan-Emissionen aus der offenen Güllelagerung. Andererseits sind die Nährstoffe im Gärprodukt besser pflanzenverfügbar und ersetzen damit Mineraldünger, der mit hohem Energieaufwand hergestellt wird. Für die Landwirtschaft schließt sich mit dem Einsatz von Gülle in der Biogasanlage ein wichtiger Nährstoffkreislauf. Allein durch den Strom und die Wärme aus den 4.500 deutschen Biogasanlagen werden heute die CO2-Emissionen um mehr als 9 Mio. Tonnen pro Jahr reduziert. Die vermiedenen Methan-Emissionen aus Güllebehältern und der Gülleausbringung sind darin noch nicht berücksichtigt.
Für die Landwirtschaft hat der erneute Aufschwung der Biogas-Branche positive Auswirkungen: die Märkte der Nahrungsmittelproduktion werden entlastet, wenn auf den Flächen Energiepflanzen angebaut werden. Außerdem streut eine Ausweitung der Produktionszweige das Risiko und trägt somit zur betrieblichen Existenzsicherung bei. Viele Betriebe konnten bereits Liquiditätslücken über die Biogasanlage schließen und damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung im landwirtschaftlichen Bereich erhalten. Die derzeit für den Anbau von Energiepflanzen im Bereich Biogas genutzten 500.000 Hektar Ackerfläche ließen sich ohne Gefährdung der Nahrungsmittelsicherheit oder des Naturschutzes vervierfachen.
Für das Jahr 2010 erwartet der Fachverband Biogas einen Zubau von 600 bis 800 Biogasanlagen und mindestens 1.000 neue Arbeitsplätze, vor allem in den strukturschwachen ländlichen Räumen. Bis zum Jahr 2020 können mit einem sicheren EEG und einem EGE rund 10.000 weitere Arbeitsplätze hinzukommen. (biogas.org)
|
30.07.2010 - Geisenheim: Sparke neuer Professor für Gartenbauökonomie
30.07.2010 - RatioDrink: Fruchtsaft zum Selbermachen
30.07.2010 - Aldi Nord: Theo Albrecht gestorben
30.07.2010 - Tengelmann: Schließt Frischelager in Nieder-Olm
30.07.2010 - INDEGA: Branchentreff 2010
30.07.2010 - Ernst-Schröder-Stiftung: Wahlen
30.07.2010 - Junge Friedhofsgärtner: Seminar erfolgreich
30.07.2010 - Interaktive Fortbildung: „Staudenwissen“ für Landschaftsgärtner und Planer
30.07.2010 - GartenEden: Neue Perspektiven für den Garten!
30.07.2010 - Junggärtner: Seminar „Arbeiten im Ausland“
30.07.2010 - Junggärtner: Seminar „Teich kompakt“
29.07.2010 - Selecta Klemm: Kooperation mit Gruppo Padana
29.07.2010 - Österreich: Positive Umsatzentwicklung 1. Halbjahr 2010
29.07.2010 - Österreich: "Sonnenschutz“-Verordnung verhindert
29.07.2010 - Nebelung: Strategische Neuausrichtung
29.07.2010 - FlowerArt: Sucht Partner-Floristen für Shop-in-Shop-Konzept


I. Aigner: Die Schöpfung gehört allen Menschen"